DIHK: Viele „tief hängende Früchte“ beim Klimaschutz schon geerntet

Die Erwartungen der deutschen Unternehmen an den Klimagipfel der Vereinten Nationen in Paris sind verhalten. Dennoch engagieren sich die Betriebe aktiv für den Klimaschutz. Das geht aus einer aktuellen Online-Umfrage hervor, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt veröffentlicht hat.

Die Untersuchung „UN-Weltklimagipfel – Deutsche Unternehmen mit geringen Erwartungen“ basiert auf den Antworten von mehr als 1.400 Betrieben. Zudem sind einschlägige Ergebnisse einer Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern in die Auswertung eingeflossen.

„Unser Unternehmensbarometer zeigt: Klimaschutz muss ein globales Ziel sein“, kommentierte DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Ergebnisse gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Nationale Alleingänge schaden den Unternehmen ebenso wie mangelndes Engagement auf internationaler Ebene.“

Während in den meisten Ländern weltweit noch große Einsparpotenziale schlummerten, hätten deutsche Betriebe viele „tief hängende Früchte beim Klimaschutz bereits geerntet“, berichtete der DIHK-Präsident. Den Klimaschutz hierzulande nannte er „überfrachtet“: „Neben dem Emissionshandel gibt es Vorgaben für die Einsparung von Energie und besonders zum Ausbau erneuerbarer Energien.“

Neue Milliardenkosten im Zusammenhang mit der Integration der Erneuerbaren sind nach Schweitzers Einschätzung bereits absehbar. Realistisch sei, dass sich die Mehrbelastungen für Unternehmen und Privathaushalte in den kommenden zehn Jahren auf 100 Milliarden Euro summierten.

„In anderen Ländern gibt es diese Sonderbelastung nicht“, gab er zu bedenken. „Europas Weg kann aus Sicht der Unternehmen nur als globale Blaupause dienen, wenn die Ziele besser koordiniert und die Kosten für Bürger und Unternehmen dadurch begrenzt werden.“

Was die Betriebe konkret vom Klimagipfel erwarten, welche Hindernisse sie sehen und mit welchen Maßnahmen sie Energie sparen, können Sie dem Unternehmensbarometer zum Klimaschutz entnehmen, das rechts oben zum Download bereitsteht.

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag